Das wichtigste Element an einem Haus dürfte wohl das Dach sein, denn ohne dieses würde es ganz
schön kalt und ungemütlich werden. Damit das Dach aber auch hält was es verspricht, müssen mehrere
Komponenten miteinander spielen. Eine gute Dachdämmung, sowie ausgewählte Dachziegel oder auch Dachsteine
sorgen für ein stabiles und wetterfestes Oberhaupt. Oftmals werden die Begriffe Dachziegel, bzw. Dachpfanne und
Dachstein gleich gesetzt, jedoch sind sie es nicht. Dachsteine bestehen in der Regel immer aus Beton, während
die Dachziegel aus Ton bestehen.
Die älteste Dachziegelform ist der so genannte Bieberschwanz, dieser wurde schon vor mehreren tausend Jahren
zur Dacheindeckung benutzt und zählt zur Gruppe der Flachdachpfannen. Den Namen haben die Ziegel ihrer prägnanten Form zu verdanken. Da die
Bieberschwanzziegel keine Falz besitzen, werden sie gerne zur Bedachung von steilen Dächern genutzt. Eine
weitere sehr bekannte Dachpfannenart ist die „Frankfurter Pfanne“, kaum eine andere Ziegelart ist auf deutschen
Dächern so oft vertreten wie sie. Hochwertige Materialien, eine lange Lebensdauer sowie die unterschiedlichen Farben
haben diese Dachpfannen so beliebt gemacht. Je nach Wunsch erhält man die Ziegel zudem in matt oder seidenglänzend.
Egal ob es sich um eine Dachsanierung oder um eine Neueindeckung handelt, die Dachsteine oder auch Dachziegel
sollten immer von bester Qualität sein. Denn immerhin müssen die Ziegel Wind- und Wetter Stand halten. Haben sie
dazu noch eine tolle Optik, ist das Gesamtpaket perfekt. Um die Dachziegel vor Verschmutzung oder auch Moosbefall zu
schützen, werden sie in der Regel mit einer speziellen Glasur, bzw. Versiegelung behandelt. Dadurch finden die Ablagerungen
so gut wie keinen Halt an den Tondachziegeln und können sie so auch nicht in ihrer Qualität beeinflussen.
Beim Kauf der Dachziegel sollte man neben dem äußeren auch auf den Nutzen und die Qualität achten. Oftmals spielt neben
dem persönlichen Geschmack auch noch die Mindestdachneigung sowie die regionale Vorschrift eine große Rolle. Denn
nicht überall kann man die gewünschte Form oder Farbe an Ziegeln decken lassen, die man gerne hätte. Während der Bieberschwanz zum Beispiel
bei steilen Dächern problemlos eingesetzt werden kann, wird die Doppelmuldenfalzziegel eher bei flachen Dächern eingedeckt.
Und auch bei der Dachziegelfarbe kann man nicht einfach frei entscheiden. Wer sein Dach zum Beispiel grün, anstatt rot
eindecken lassen möchte, sollte sich dies auf jeden Fall genehmigen lassen, denn viele Gemeinden bestehen auf eine
einheitliche Farbgebung. Von daher sollte man sich immer Rat bei einem Fachmann holen und das Dach auch von solch einem eindecken lassen, denn
nur so kann ein gut gebautes Dach gewährleistet werden. Farblich gesehen lassen sich die Dachziegel in engobierte,
durchgehend gefärbte, gedämpfte und glasierte Ziegel einteilen.
Dank dieser unterschiedlichen Arten von Formen, Farben und Lasuren, sind die Dachziegel weitaus mehr als nur reine Mittel zum Zweck.
Für viele Bauherren oder auch Architekten sind die Ziegel ein wichtiger Gestaltungsbestandteil des Hauses. Denn sie verleihen
dem Haus einen persönlichen und individuellen Charakter!
Siehe auch: Ziegeldach
Siehe auch: Dach
Siehe auch: Dachbeschichtung